Anzeige und Seiteneinteilung
Scenaloom setzt Drehbücher im US-Letter-Format in Courier Prime 12 pt mit den üblichen Drehbuchrändern, und die seitenweise Ansicht, die Seitenzahl und das PDF stammen alle aus derselben Layout-Engine. Anzeigeeinstellungen ändern nur, wie die Seite für dich aussieht; das Drehbuch selbst ändern sie nie.
Seitenformat, Schrift und Ränder
- US Letter in Courier Prime 12 pt: 10 Zeichen pro Zoll, 6 Zeilen pro Zoll und 55 Zeilen pro Seite.
- Der Text beginnt 1,5 Zoll (3,8 cm) vom linken Rand, rechts und oben bleibt je 1 Zoll (2,5 cm) frei.
- Szenenüberschriften, Handlung und Einstellungen nutzen die volle Breite von 60 Zeichen. Rollennamen beginnen 22 Zeichen weiter innen, Regieanweisungen laufen von Zeichen 16 bis 40 und Dialoge von 10 bis 45. Übergänge sind rechtsbündig.
- Vor Szenenüberschriften, Handlung, Einstellungen, Rollennamen und Übergängen steht jeweils eine Leerzeile.
- Ab Seite 2 steht die Seitenzahl als „2.“ oben rechts.
In Deutschland wird oft auf DIN A4 gedruckt. Scenaloom zählt die Seiten trotzdem nach dem US-Standard, denn nur so gilt die Faustregel von rund einer Minute pro Seite, mit der in der Produktion gerechnet wird.
Minimalistisch, Seitenweise und Schnell
- Minimalistisch: ein durchgehendes Blatt ohne sichtbare Seitenumbrüche, der schnellste Weg zum Entwurf.
- Seitenweise: echte Seiten, mit Umbrüchen, (MORE) und (CONT'D) genau dort, wo auch das PDF sie setzt.
- Schnell: verzichtet auf Papier und Schatten und setzt das Drehbuch als schlichte Spalte mit schmalen Rändern, damit du dich zügig durch sehr lange Drehbücher bewegst.
(MORE) und (CONT'D) am Seitenumbruch
Eine Szenenüberschrift, eine Einstellung oder ein Rollenname beendet nie eine Seite, sondern wandert mit dem Folgenden auf die nächste. Ein Übergang eröffnet nie eine Seite. Läuft eine Replik über einen Seitenumbruch, bleiben auf jeder Seite mindestens zwei Zeilen stehen; die erste Seite endet mit (MORE), und die nächste setzt unter dem Namen der Figur mit (CONT'D) fort.
Wie viele Seiten hat ein Drehbuch?
Eine Drehbuchseite entspricht ungefähr einer Minute Film, ein Kinofilm mit 110 Seiten läuft also knapp zwei Stunden. Die Faustregel funktioniert, weil alle Drehbücher dieselbe Schrift und dieselben Ränder haben, auch wenn schneller Dialog flotter spielt als dichte Handlung. Die Formatleiste zeigt die aktuelle Seite und die Gesamtzahl, und die Story-Map markiert deine Ziellänge; Seiten darüber hinaus erscheinen rot.
Hollywood-Format und asiatisches Format
Das Hollywood-Format ist das oben beschriebene US-Layout, das auch in Deutschland am weitesten verbreitet ist. Das asiatische Format ist auf chinesische, japanische und koreanische Drehbücher abgestimmt: Szenen sind nummeriert, eine Besetzungszeile nennt, wer auftritt, und jede Replik steht mit dem Namen der Figur in einer Zeile statt in einer zentrierten Spalte. Exporte nach Final Draft und Fountain verwenden immer das Hollywood-Format, und Seiten sperren lassen sich nur im Hollywood-Format.
Anzeigeoptionen
- Schriftgröße Klein, Mittel oder Groß und Zeilenabstand Kompakt, Normal oder Weit.
- Szenennummern an oder aus, in beiden Formaten.
- Figur markieren hebt Namen, Dialog und Regieanweisungen einer Figur hervor, damit eine Schauspielerin oder ein Schauspieler den eigenen Text findet. Das gilt nur auf diesem Gerät.
Szenennummern und Seiten sperren
Für Drehfassungen öffnest du Szenennummern in der Kopfleiste. Szenennummern sperren hält jede Nummer fest: Später eingefügte Szenen heißen 5A und 5B, und eine gestrichene Szene behält ihre Nummer und wird als GESTRICHEN gedruckt. Seiten sperren macht dasselbe mit Seiten: Wächst der Text, geht er auf 12A und 12B weiter, und eine Seite, deren Inhalt gestrichen wurde, wird als GESTRICHEN gedruckt. Du kannst jeder Szene auch eine eigene Nummer geben, sie an die vorige anhängen (12A) oder zur automatischen Nummer zurückkehren. Nach dem Entsperren wird wieder fortlaufend nummeriert.